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Risiken während der gesamten Projektlaufzeit aktiv verwalten:
Identifizieren Sie Risiken frühzeitig: Während der Planungsphase und zu Beginn jedes Sprints brainstormen Sie, was schiefgehen oder den Fortschritt blockieren könnte. Zum Beispiel:
- „Die Integration mit einem Dienst könnte sich verzögern“
- „Wir sind uns nicht sicher, ob das Sprachmodell diese beiden Intentionen unterscheiden kann,“
- „Rechtliche Freigabe ist für die HR-Antworten erforderlich.“
Bitte führen Sie diese Risiken auf.
Bewerten Sie Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit: Notieren Sie, welche Risiken den größten Einfluss haben. Ein Risiko besteht darin, dass Application Insights möglicherweise personenbezogene Daten anzeigt, was ein Compliance-Problem darstellen könnte. Die Wahrscheinlichkeit kann variieren. Bewerten Sie und priorisieren Sie dann die Bewältigung der Risiken mit hoher Wahrscheinlichkeit und hoher Auswirkung.
Planen Sie Maßnahmen: Ordnen Sie für jedes wesentliche Risiko eine Maßnahme zur Risikominderung oder einen Notfallplan zu. Zum Beispiel:
- Risiko: Die Nicht-Microsoft-API zur Bestellverfolgung könnte zur Testphase noch nicht verfügbar sein.
- Lösung: Erstellen Sie einen Stub- oder Mock-Dienst, um Antworten zu simulieren, damit Entwicklung und Tests fortgesetzt werden können. Integriere die reale API, sobald sie verfügbar ist. Alternativ sollte eine Fallback-Lösung vorbereitet werden („Entschuldigung, die Bestellinformationen sind derzeit nicht verfügbar, bitte wenden Sie sich an den Support“), falls die Live-Integration fehlschlägt, um dies auf elegante Weise zu handhaben, anstatt dem Benutzer einfach nur eine Fehlermeldung anzuzeigen.
Hindernisse täglich verfolgen: Diskutieren Sie bei agilen Praktiken Hindernisse in Stand-up-Meetings. Wenn etwas den Fortschritt stoppt (z. B. Warten auf Zugangsdaten, ein Kundenkonnektor ist noch nicht verfügbar, Anforderungen sind unklar), eskalieren oder lösen Sie das Problem so schnell wie möglich.
Workaround-Strategien für Blocker
Manchmal stößt man trotz aller Vorbereitung auf einen Blocker, den man nicht sofort beheben kann. Zum Beispiel könnte eine externe Abhängigkeit oder ein ungelöstes technisches Problem den Fortschritt blockieren. Anstatt das Projekt zu stoppen, sucht die moderne Projektleitung kreative Workarounds:
- Umfang vorübergehend reduzieren: Wenn eine Funktion zu komplex oder blockiert ist, wird eine vereinfachte Version geliefert.
- Manueller Prozess als Übergang: Automatisieren Sie, was möglich ist, und führen Sie einen manuellen Schritt ein, wo erforderlich. Wenn ein KI-Modell einen seltenen Anfragetyp nicht klassifizieren kann, leiten Sie diese Fälle an einen menschlichen Agenten weiter oder senden Sie eine Benachrichtigung an einen Fachexperten, während Sie das Modell neu trainieren. Wenn ein automatischer Genehmigungsprozess nicht verfügbar ist, lassen Sie die Genehmigungen manuell bearbeiten. Dokumentieren Sie diesen Workaround und markieren Sie ihn im Backlog, damit das Team ihn später ersetzen kann. Das Ziel ist es, Projektverzögerungen zu vermeiden, indem eine Übergangslösung genutzt wird, um das Ziel zu erreichen.
- Parallele Spikes und Untersuchung: Widmen Sie eine zeitlich begrenzte „Spike“ der Untersuchung eines risikobehafteten Bereichs, wie beispielsweise der Bewertung einer neuen API oder dem Testen eines komplexen regulären Ausdrucks für die Entitätsextraktion. Dieser Ansatz liefert zwar nicht direkt Benutzerfunktionalität, reduziert aber das Risiko von Unsicherheiten. Wenn die Spike-Ergebnisse gut sind, machen Sie weiter. Wenn sich herausstellt, dass es nicht umsetzbar ist, erfahren Sie dies frühzeitig und können auf eine alternative Vorgehensweise ausweichen, ohne diese Funktion zugesagt zu haben. Diese Strategie ist im Grunde eine Zwischenlösung für Unsicherheiten.
- Kommunikation und Koordination: Halten Sie Stakeholder über bedeutende Blocker und Ihren Risikominderungsplan informiert. Transparenz beugt Panik vor.
Proaktives Risikomanagement und Priorisierung sorgen dafür, dass Sie stets zuerst an den wichtigsten Aufgaben arbeiten.
Annahmen und Bedenken
Das frühzeitige Erfassen von Annahmen und Bedenken hilft dem Team, potenzielle Risiken zu identifizieren. Gemeinsam bilden diese Elemente die Grundlage für ein erfolgreiches Copilot Studio-Projekt. Sie sorgen von Anfang an für Klarheit und eine gemeinsame Vision dessen, was der Agent erreichen soll.
Halten Sie Annahmen und Bedenken frühzeitig fest, um das Design und das Risikomanagement gezielt zu steuern:
Beispielannahmen:
- Die Lösung unterstützt eine out-of-the-box Bereitstellung über alle erforderlichen Kanäle.
- Generative KI reduziert den Bedarf an manuellem Wissensmanagement.
- Die Lösung bietet modernste Absichtserkennung und Entitäts-Extraktion.
Beispielbedenken:
- Eingeschränkte Kontrolle über LLM-generierte Antworten.
- Potenzieller interner Widerstand gegen Automatisierung.
- IT-Präferenzen für lokales Hosting oder spezifische Compliance-Anforderungen.
Nächster Schritt
Stellen Sie Ihr funktionsübergreifendes Projektteam mit den erforderlichen Rollen zusammen, um den Agenten erfolgreich bereitzustellen und zu betreiben.